Wie kommt man als Frau zur Autovermietung

Internationaler Frauentag: Frauen aus der Vermietbranche stellen sich vor

Der 8. März ist der internationale Frauentag. Ursprünglich wurde er in der Zeit um den 1. Weltkrieg herum ins Leben gerufen. Das war genau zur Zeit des Kampfes um Gleichberechtigung und dem Wahlrecht für Frauen.

Seitdem erfreut sich dieser Gedenktag, je nach Epoche, einer unterschiedlichen Wahrnehmung. Wir haben Vermieterinnen gefragt, wie man als Frau in dieser Branche so zurechtkommt und erfolgreich sein kann. Maria Hoffer von der Autocenter Brenner GmbH macht den Anfang.

Kannst du uns eine kurze Zusammenfassung deiner Rolle geben und wie hast du diese Position erreicht?

Maria Hoffer: Ich kam zur Autovermietung wie die Jungfrau zum Kind. Mein Freund führt eine Autowerkstatt mit dem Verkauf von diversen Fahrzeugen. Die Frau eines Firmenkunden hatte eine Autovermietung und als die Firma des Mannes expandierte und sie dort arbeitsmäßig voll einsteigen musste, suchten sie einen Nachfolger für die Vermietung. Da wir ja auch durch unsere Werkstatt-Kunden immer Bedarf an Ersatzwagen haben und sich eine Autovermietung gut mit unserer Werkstatt ergänzt, habe ich sie dann übernommen. Da ich zudem zur Hälfte Australierin bin und das Logo der bestehenden Autovermietung zufällig ein springendes Känguru war, hielt ich es auch für Schicksal.

Über die Autovermietung bieten wir unseren Kunden Mercedes Sprinter, Transporter, größere 9-Sitzer, geschlossene Anhänger und Kleinwagen, wie Smart und Opel Corsa an. Außerdem bieten wir als Fun-Fahrzeug einen offenen Buggy an und organisieren Quad-Touren durch die Hohenloher Gegend.

„Da ich zudem zur Hälfte Australierin bin und das Logo der bestehenden Autovermietung zufällig ein springendes Känguru war, hielt ich es auch für Schicksal.“

Maria Hoffer über ihren Einstieg in die Autovermietung.

Über die Autovermietung bieten wir unseren Kunden Mercedes Sprinter, Transporter, größere 9-Sitzer, geschlossene Anhänger und Kleinwagen, wie Smart und Opel Corsa an. Außerdem bieten wir als Fun-Fahrzeug einen offenen Buggy an und organisieren Quad-Touren durch die Hohenloher Gegend.

Der Buggy und die Quad-Touren werden sehr gern als Geschenkgutschein zu unterschiedlichen Gelegenheiten, wie zum Geburtstag als Ausflug am Junggesellenabschied genutzt. Die Quad-Touren kommen auch gut als Betriebsausflug bei Firmen an. Zusammen mit unseren Partnern aus der Hotellerie und Gastronomie schnüren wir für Firmen und private Gruppen auch Events mit Rahmenprogramm und Verpflegung.

Welche Frau aus der Geschichte oder aus deinem Umfeld ist dein Vorbild?

Maria Hoffer: Schwer zu sagen – es gab in der Geschichte eine Vielzahl an großen Frauen, die in unterschiedlichen Bereichen eine Menge geleistet haben.

Glaubst du das es wichtig ist, dass Frauen in der Vermietbranche arbeiten und auch führende Positionen einnehmen?

Im Gegensatz zu manch anderen Ländern kann eine Frau in Deutschland inzwischen alles machen und werden – von der Bundeskanzlerin bis zur Pilotin. Es ist nicht so wichtig in welcher Branche sie eine führende Rolle einnehmen kann, sondern wenn sie dies möchte, ihr der Weg dazu offen steht.

Ich habe auch Freundinnen, die voll und ganz darin aufgehen daheim zu bleiben, die Kinder groß zu ziehen und den Haushalt zu führen. Auch das ist, vor allem bei mehreren Kindern oder bei Kindern mit Behinderung eine Wahnsinnsaufgabe, die einen 24 Stunden am Tag auf Trab hält. Meine Helden sind auch Frauen, die neben Job und/oder Kindern sich zusätzlich um pflegbedürftige Angehörige kümmern.  

Was bedeutet dir der internationale Frauentag? Ist er dir wichtig?

Der Frauentag ist so ein festgesetzter Tag. Er ist, wie viele andere solcher Tage auch ganz nett. Aber ich brauche auch keine Blumen zum Valentinstag, weil halt Valentinstag ist, sondern freue mich eher über eine Blume oder Geste an jedem anderen Tag. Das man am Frauentag der Frauen gedenkt ist ja nett, aber man sollte es doch an allen anderen Tagen ebenfalls tun.

Welchen Rat würdest du deinem jüngeren Selbst geben oder anderen, die in die Vermietbranche einsteigen wollen?

Als erstes fällt mir ein: Höre auf den Bauchgefühl. Verzichte lieber auf manche Vermietung oder bestehe auf die Kreditkarte oder mindestens auf eine hohe Kaution. Wenn ich ein Buch darüber schrieben würde, was Mann oder Frau in der Vermietbranche so erleben, würde man das kaum glauben. Trotzdem macht Spaß, ich genieße die tollen Erlebnisse und ich freue mich meine Kunden eine schöne Zeit zu bereiten.  

Bild via unsplash: 
- "Tough Mudder" von Paul Chambers