Morgens beim Kaffee den Vögeln lauschen und abends ein Glas Wein mit Freunden genießen – viele Hausbesitzer wünschen sich eine Terrasse als Erweiterung ihrer Wohnfläche in den Garten. Erfahre wie du mit Hilfe von Profis und dem richtigen Werkzeug deine Terrasse in Angriff nehmen kannst. Stefan Trippler von der Rentas Werkzeugvermietung hat hilfreiche Tipps parat, damit der Terrassenbau in Eigenregie gelingt.
Kann ich meine Terrasse wirklich selbst bauen oder sollte ich mir einen Experten holen?
Stefan Trippler: Wer handwerklich begabt ist und Geduld mitbringt, kann sich durchaus selbst die eigene Traum-Terrasse bauen. Allerdings sollte man bei bestimmten Aufgaben auf den Rat eines Profis nicht verzichten. Zum Beispiel ist es besser beim Verlegen der elektrischen Leitungen einen Elektriker zu rufen. Sehr hilfreich ist es, mit Profi-Maschinen an die Arbeit zu gehen. So ist ein gutes Arbeitsergebnis als Lohn für die Mühe wahrscheinlicher.

Welche Werkzeuge und Geräte benötige ich für den Bau einer Terrasse?
Stefan Trippler: Bereite den Bau deiner Terrasse gut vor. Diese Geräte werden häufig für Projekte dieser Art angemietet:
- Betonmischer und Rüttelplatten zum Vorbereiten des Untergrunds
- Einen Fliesenschneider oder eine Steintrennmaschine zum Zuschneiden der Terrassenfliesen
Einen Fliesenschneider oder eine Steintrennmaschine zum Zuschneiden der Terrassenfliesen
Allerdings hängt dies ganz vom Material ab, das ich verarbeiten möchte. Bei Holzterrassen sieht das schon wieder ganz anders aus. Fakt ist jedenfalls, dass wir die meisten dieser Werkzeuge in unseren Filialen und bei Franchise Partner zur Miete anbieten.
Was sollte ich bei der Planung einer Terrasse besonders beachten?
Stefan Trippler: Plane vorab auch schon die Lage elektrischer Anschlüsse mit ein, zum Beispiel für den Rasenmäher, die Markise oder den Elektrogrill. Denke bitte daran, die benötigten Maschinen früh genug zu reservieren, so dass sie beim Start des Projektes auch zur Miete bereitstehen. Überleg dir ebenfalls, was mit dem Erdreich oder Bauschutt passieren soll, damit dieser nicht wochenlang im Garten den Ausblick von der neu gestalteten Terrasse verunstaltet.
Wenn ich es entscheiden kann. Welche Ausrichtung sollte ich für meine Terrasse wählen?
Stefan Trippler: Wann soll denn die Sonne auf die Terrasse scheinen? Suche dir danach die passende Himmelsrichtung aus. Zum Beispiel scheint bei einer Ausrichtung nach Süden morgens bis nachmittags die Sonne und am Abend liegt deine Terrasse angenehm im Schatten. Die Wahl nach dem Platz hängt aber auch von weiteren Gebäuden ab, die sich angrenzend an deinem Grundstück befinden.

Welche Trends fallen dir spontan ein?
Stefan Trippler: Naturstein als Untergrund ist beliebt. Hinzu kommen immer mehr Alternativen beim Holzbelag. Wo es früher mehr oder weniger nur zwei Hauptmaterialien (Douglasie und Bangkirai) gab, gibt es inzwischen ein sehr breites Sortiment in unterschiedlichen Längen und Breiten.
Welcher Untergrund-Belag gefällt dir persönlich am besten?
Stefan Trippler: Ich persönlich mag Terrassen mit Holzfußboden. Holz strahlt eine angenehme Wärme und Natürlichkeit aus und ist in der Regel auch sehr langlebig. Er sollte aber auch entsprechend gepflegt werden. Beim Bau werden beispielsweise Handkreissägen oder Stichsägen benötigt. Freunde und Kunden von mir schwören auch auf einen gut gemachten Fliesenboden. Im Fachhandel gibt es eine große Vielfalt an Farben und Strukturen. Selbst die Betonplatte – vielen noch als Standardboden der 70er bekannt – hat sich durch neue Methoden der Oberflächenbearbeitung, wie zum Beispiel Marmorierungen, zum Hingucker gemausert. Sehr beliebt und nicht so pflegeintensiv wie Holzböden sind Natursteinplatten.
Bilder via unsplash: - "Awesome kind of evening" von Randy Fath - "White table with wicker chairs and plants" von Sonnie Hiles - "Brown wooden armchair" von Tanny Do
